DGB und Grüne für Versachlichung der Flüchtlingsdebatte und Integration von Flüchtlingen

Der DGB Bayern und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern setzen sich gemeinsam für eine Versachlichung der Flüchtlingsdebatte und eine Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt ein. Bei einem Treffen in München waren sich Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, und Eike Hallitzky, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern einig, dass in der aktuellen Flüchtlingssituation von der Politik Besonnenheit in Sprache und Handeln gefordert sind.

Matthias Jena, Vorsitzender des DGB Bayern, sagte nach dem Gespräch: „Alle Beteiligten sollten das Thema Flüchtlinge verantwortungsbewusst und sachlich diskutieren. Rechte Stimmungsmache bringt das freie Europa in Gefahr, das wir uns über Jahrzehnte aufgebaut haben. Wir sind verpflichtet den Menschen zu helfen, die vor Krieg und Terror bei uns Schutz suchen. Extrem wichtig für eine gute Integration der Flüchtlinge ist der Zugang zu Bildung und Arbeit. Qualifikationen müssen schnell festgestellt, der Zugang zu Spracherwerb und hochwertiger Qualifizierung besser gesichert werden. Wir brauchen für die Menschen, die zu uns kommen, Wege in eine Arbeit, die den Lebensunterhalt sichert und die sozial abgesichert ist. So kann Integration erfolgreich gelingen.“

Eike Hallitzky, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bayern, erklärte nach dem Gespräch: „Wir brauchen in Bayern dringend eine Beruhigung der politischen Debatte, keine albernen Ultimaten an die Kanzlerin oder Obergrenzen-Scheindiskussionen. Wir brauchen von der Staatsregierung Pragmatismus, eine Mentalität des Anpackens und den Willen zur Integration derer, die es zu uns geschafft haben und in Bayern Schutz suchen. Daran messen wir die Staatsregierung und nicht an der Häufigkeit ihrer Attacken gegen die Bundesregierung.

Grüne und Gewerkschaftsbund haben eine große Übereinstimmung bei Positionen wie Mindestlohn oder fairen Arbeitsbedingungen auch im Niedriglohnsektor. Wir sind überzeugt, dass die Voraussetzung für langjährigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens dessen Führung im Geiste der Sozialpartnerschaft ist.“