Europa und Bayern, nehmt Euch ein Beispiel an unseren Kommunen!

Am 7. und 8. März entscheiden die EU-Staaten über eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in der Europäischen Union für die nächsten 15 Jahre. Das Gift ist in unserem Essen, Grundwasser und Bier nachweisbar und wird von vielen WissenschaftlerInnen, der WHO und weiteren Fachleuten als ‚wahrscheinlich krebserregend‘ eingestuft. Auch das Umweltbundesamt kritisiert den übermäßigen Einsatz von Glyphosat und dessen negative Auswirkung auf die biologische Vielfalt.

Landesvorsitzende Sigi Hagl: „Solange die negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Glyphosat-Einsatzes auf unseren Feldern nicht ausgeschlossen werden können, darf es nicht zu einer Verlängerung der Giftzulassung in der EU kommen. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt stellt die Interessen von Monsanto & Co. über unsere Gesundheit. Es wird Zeit, dass er die Sorgen der Menschen endlich ernst nimmt. Schmidt muss alles tun, um Glyphosat in der EU ein Ende zu setzen.“

Freistaat in der Pflicht

In den letzten Monaten haben selbst große Baumarktketten reagiert und Glyphosat aus ihren Regalen verbannt. Acht deutsche Bundesländer pochen auf Einschränkungen beim Gylphosateinsatz. Auch der Freistaat muss endlich tätig werden. Wir fordern in Bayern:

  • Verzicht von Glyphosat auf landeseigenen Flächen, insbesondere kurzfristig keine Ausnahmegenehmigungen mehr auf Freilandflächen
  • Ein Aufklärungsprogramm für Verbraucherinnen und Verbraucher zum Giftgehalt in Lebensmitteln

Bayerische Kommunen machen‘s vor

Glyphosatfreie Städte und Gemeinden in Bayern sind z.B. Starnberg, Erlangen und Burgkirchen/Alz. Auch der grün regierte Landkreis Miltenberg verwendet kein Glyphosat auf seinen Flächen und der Landkreis Passau will bei Pachtverträgen künftig den Einsatz von Glyphosat verbieten.

Sigi Hagl: „Das Signal zahlreicher bayerischer Kommunen nach Brüssel ist eindeutig: Sie haben das Gift auf unseren Grünflächen und Äckern satt. Die Kommunen nehmen das Vorsorgeprinzip ernst und demonstrieren, dass es auch ohne Glyphosat-Gift geht. Europa und Bayern, nehmt Euch ein Beispiel an unseren Kommunen!“