jung. queer. glücklich!!?

Beate Walter-RosenheimerWie leben queere Jugendliche im Jahr 2016 in Deutschland? Können sie ein diskriminierungsfreies Leben führen? Vieles hat sich in den letzten Jahren auf diesem Gebiet geändert, ist offener und durchlässiger geworden und das ist gut so. Andererseits sind  LGBTTI -Jugendliche noch häufig von Ausgrenzung und Pöbeleien, aber auch von gewalttätigen Übergriffen,  betroffen. Sie erfahren Diskriminierung zuhause, in der Schule, beim Sport. Gerade an Schulen wird Homo- und Transphobie zum Teil offen und ungeniert ausgelebt. Manche Jugendliche, deren Elternhaus einem Coming-out ablehnend gegenübersteht, werden regelrecht verstoßen. Die Suizidrate ist gegenüber heterosexuellen Jugendlichen um ein Vielfaches erhöht. Leider fehlt bundesweite,  professionelle und flächendeckende Beratung. In den Großstädten funktioniert das noch halbwegs, im ländlichen Raum finden sich kaum Angebote.

Für mich ist das so nicht hinnehmbar. Deshalb möchte ich zusammen mit Volker Beck in einer Tagung „jung. queer. glücklich.“ am 18.03. in Berlin herausfinden, was queere Jugendliche brauchen, um sich ganz selbstverständlich, ohne Angst und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft wohlfühlen zu können. Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung, wo wir mit betroffenen Jugendlichen und Expert*innen sprechen, um den aktuellen politischen Handlungsbedarf auszuloten.