Brüsseler Erlaubnis des Bayer-Monsanto-Deals ist fatal für Mensch und Umwelt

Die heutige Entscheidung der EU-Kommission, die Übernahme von Monsanto durch den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer mit wenigen Auflagen zuzulassen, kommentiert die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl:

Die milliardenschwere Übernahme von Monsanto durch Bayer zementiert die Marktmacht des Megakonzerns und treibt die Bauern weiter in die Abhängigkeit. Bayer-Monsanto als größter Agrarkonzern der Welt würde ein Drittel des Saatgut-Marktes weltweit beherrschen. Ein Deal mit dramatischen Folgen für Mensch und Umwelt. Als größter Produzent von Glyphosat steht Monsanto für ein Agrarsystem, das für das massive Pflanzen- und Insektensterben verantwortlich ist. Erschreckend, dass die EU-Kommission einem solchen Deal zustimmt.

Um das Artensterben endlich aufzuhalten, braucht es genau das Gegenteil: Eine vielfältige, nachhaltige Landwirtschaft, die zugleich das Grundwasser und unsere Gesundheit schont. Dafür machen wir Grüne uns stark. Wir fordern eine Halbierung des Einsatzes von Pestiziden und Mineraldüngern bis 2030. Langfristig ist die giftfreie Landwirtschaft in ganz Bayern unser Ziel.