CSU-Gerede wird zum außenpolitischen Risiko

Zum Lob Horst Seehofers für die „Konsequenz“ und „Geschwindigkeit“ mit der Trump seine Wahlversprechen Punkt für Punkt umsetze, äußert sich Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen:

Mit seinem mit niemandem abgestimmten Gerede wird Seehofer für Deutschland immer mehr zum außenpolitischen Risiko. Erfolgreiche Außenpolitik setzt eine gerade Linie und langen Atem voraus. Wenn Seehofer Personen wie Orban, Trump oder Putin offensichtlich besonders gut findet, obwohl oder weil diese mit demokratischen Werten wenig oder nichts am Hut haben, dann ist das sehr bezeichnend für ihn als Person und für sein Verständnis von Politik.

Wenn der bayerische Ministerpräsident aber wiederholt öffentliche Attacken gegen die Grundlinien deutscher Außenpolitik – und übrigens auch gegen die seiner eigenen Bundestagsgruppe – reitet, schafft er damit bei den Autokraten im Kreml und im Weißen Haus das Bild von einem außenpolitisch zerstrittenen Land. Das ist verantwortungslos. Von einem bayerischen Ministerpräsidenten muss erwartet werden, dass er erkennt, wenn er zum außenpolitischen Risiko wird. Mein Vorschlag deshalb an Horst Seehofer: Einfach mal ruhig sein!