Die Anti-Familien-Partei CSU

Die heute auf dem CSU-Parteitag gefassten Beschlüsse und Reden kommentieren die bayerischen Landesvorsitzenden Sigi Hagl und Eike Hallitzky.

Sigi Hagl:

Die CSU zeigt ihr wahres Gesicht als Anti-Familien-Partei. Ihre Flüchtlingspolitik trennt Eltern von ihren Kindern und Ehefrauen von ihren Ehemännern, trotz höchster Gefahr für Leib und Leben für die Zurückgebliebenen. Sie schicken lieber Frauen und Kinder auf die tödlichen Fluchtrouten durchs Mittelmeer, als humane Politik zu machen. Hat die Union die Familie nicht stets als höchstes Gut bezeichnet, das geschützt werden muss? Die CSU sollte nun konsequenterweise ihr Motto ändern: CSU – ganz weit weg vom Menschen.

Eike Hallitzky:

Nicht nur inhuman, sondern vor allem realitätsfern ist die auf dem CSU-Parteitag beschlossene nationale Obergrenze für Geflüchtete. Ganz zurecht appellierte Bundeskanzlerin Merkel an die Delegierten: ‚Abschottung ist keine Lösung im 21. Jahrhundert‘. Wer so kleinstaaterisch denkt und handelt, regiert mit Prinzipien der Vergangenheit, die für die Zukunft nutzlos und für die europäische Einheit gefährlich sind. Anpacken statt Abschotten wäre das bessere, das einzig richtige Signal an die bayerische Bevölkerung gewesen. Zum Glück werden Beschlüsse der CSU keine Regierungspolitik im Bund.