Eine Biene bei der Arbeit

Ein gutes Zeichen für die Bienen

Endlich ist die Entscheidung gefallen: Die EU hat heute drei Insektengifte aus der Klasse der Neonicotinoide verboten – zumindest im Freiland. In Gewächshäusern dürfen die Stoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid auch weiterhin eingesetzt werden. Bereits im Februar hatte die EU-Behörde EFSA bestätigt, dass diese Substanzen eine massive Gefahr für Bienen und Hummeln darstellen. Schon winzige Mengen der Gifte führen dazu, dass sich Bienen schlechter orientieren und seltener fortpflanzen können.

Die grüne Landesvorsitzende Sigi Hagl kommentiert die überfällige Entscheidung: „Das ist ein wichtiges Zeichen für den Schutz der Bienen und den Erhalt der Artenvielfalt. Aber wir dürfen uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen: Die bereits ausgebrachten Gifte werden nur sehr langsam abgebaut und stellen auch weiter eine Gefahr für Insekten und andere Kleintiere dar. Zwei weitere Neonicotinoide sind derzeit in der EU frei verkäuflich. Letztlich ist das Verbot einzelner Wirkstoffe nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Was wir brauchen, ist ein generelles Umdenken in der Landwirtschaft. Wir müssen weg von immer neuen Chemikalien und hin zu einer ökologischen, giftfreien Landwirtschaft. Nur so können wir die Artenvielfalt erhalten und bekommen gesundes Essen auf unsere Teller.“