EU-Kommission stellt Konzerninteressen über Mensch und Natur

Voraussichtlich am 19. Juli 2017 wird die EU-Kommission eine Wiederzulassung des hoch umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat diskutieren. Erst kürzlich hatte sie bekanntgegeben, eine Wiederzulassung für weitere zehn Jahre zu planen. Hierzu erklärt die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl:

Mehr als 1,3 Millionen Bürger haben die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat unterschrieben und die EU-Kommission denkt ernsthaft an eine Verlängerung dieses Giftes für weitere zehn Jahre. Das ist ein Affront gegen den Willen der Bürger und zeugt von purer Ignoranz gegenüber den Auswirkungen von Glyphosat auf unsere Gesundheit und die Artenvielfalt.

Wir Grüne fordern die europäischen Mitgliedstaaten dazu auf, ein Verbot von Glyphosat endlich durchzusetzen. Unabhängig von den wissenschaftlich höchst fragwürdigen Studien, die eine krebserzeugende Wirkung von Glyphosat leugnen, ist die tödliche Wirkung des Giftes Realität.

Rund 80 Prozent unserer heimischen Insekten durchleben ein Entwicklungsstadium im Boden. Als Folge des vermehrten Gifteinsatzes drohen sie auszusterben, womit Säugetieren, Reptilien und Vögeln die Nahrungsgrundlage komplett entzogen wird. Die Zeit drängt, wenn wir unsere Artenvielfalt erhalten wollen!