Folgen des Klimawandels machen vor Bayern nicht halt

Zu den Stürmen in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau äußert sich der Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Eike Hallitzky:

Wir alle sind von der Wucht des Orkans und seinen Folgen überrascht. Unser Mitgefühl gilt allen Menschen, die von diesen Schäden teilweise existentiell betroffen sind. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die Bereitschaft Bayerns, hier auch finanzielle Hilfe zu leisten. Der lobenswerte Umgang mit den Folgen des Orkans darf aber nicht vergessen machen, dass uns derartige Wetterextreme immer häufiger und immer gewaltiger treffen werden. Diese Katastrophen kommen nicht aus heiterem Himmel, genauso wie die vorangegangenen Katastrophen nicht aus heiterem Himmel gekommen sind.

Die dramatischen Folgen des Klimawandels machen vor Bayern nicht halt, deshalb darf auch eine konsequente Klimaschutzpolitik vor Bayerns Staatsregierung nicht halt machen! Wir Grüne fordern ein Ende der Fichtenmonokulturen, die anfällig sind sowohl für Stürme als auch für den Borkenkäfer. Der Umbau zu klimastabileren Mischwäldern muss möglichst schnell weitergetrieben werden.

Vor allem aber muss die CSU sofort ihre bisherige Blockade in der Klimaschutzpolitik beenden und die Klimaversprechungen von Paris einlösen. Das gilt vor allem auch für den Ausbau der Windenergie in Bayern und eine konsequente Rahmensetzung weg vom Verbrennungsmotor und hin zu emissionsfreier Mobilität. Wenn die Staatsregierung wie bisher beim Klimaschutz nur auf die Bremse tritt, dann wird Bayern immer häufiger immer heftigere Wetterdramen erleben müssen. Und wenn Seehofer das Festhalten am Verbrennungsmotor zur Voraussetzung für die Regierungsbeteiligung der CSU macht, dann ist das Zukunftsverweigerung und völlige Ignoranz gegenüber den Generationen die nach uns kommen. Klimaschutz ist alternativlos, das ist die Lehre der Sturmschäden.