Freilauf, Stroh, intakter Schwanz

Christian Meyer

Christian Meyer ist niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Er ist ein Grüner und er ist Landwirtschaftsminister. Der Niedersachse Christian Meyer streitet in der rot-grünen Landesregierung Niedersachsens für gute Ernährung,  bäuerliche Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Bisweilen bezeichnet er Bauernhöfe schon mal als Tierfabriken, wenn Zehntausende Schweine auf engstem Raum zusammengepfercht werden mit dem Ziel, möglichst billig zu produzieren. Das bringt ihm nicht nur Freunde ein, die Medien bezeichnen ihn schon mal als Bauernschreck. Der Minister formuliert gerne drastisch, z. B., wenn er sagt, dass „unsere Schweine das Brot der Armen Leute essen“. Gemeint ist damit unser hoher Fleischkonsum, der große Anbauflächen für Futterpflanzen in den Ländern Afrikas und Südamerikas verschlingt. Diese Flächen stehen dann nicht mehr für den Reis- und Getreideanbau zur Verfügung, um die Menschen vor Ort zu ernähren.

Seit Eier aus Käfighaltung gekennzeichnet werden, kaufen 90 Prozent der Verbraucher keine Kafigeier mehr, so der Minister. Deshalb fordert er, dass auch Fleisch aus Massentierhaltung gekennzeichnet werden soll: Haben die Schweine Freilauf, bewegen sie sich auf Stroh und haben sie einen intakten Ringelschwanz? Erst solche Informationen würden dem Verbraucher eine echte Wahlfreiheit geben und letztendlich für mehr Nachfrage nach Fleisch aus bäuerlicher Landwirtschaft sorgen.

Zwar dürfe man den ökologischen Landbau nicht gegen den konventionellen ausspielen, aber was Klimaschutz, Naturschutz und Tierschutz angehe, bekommt der Verbraucher bei Ökobau ein besseres Niveau, ist sich der Minister sicher.

Am Donnerstag, den 12. Februar ist Minister Christian Meyer zu Gast im niederbayerischen Hohenthann und diskutiert gemeinsam mit Landesvorsitzender Sigi Hagl und MdL Rosi Steinberger darüber, welches „Schweinderl wir denn gerne hätten“ und warum ein Landwirt nicht mehr frei darüber entscheiden kann, wie er seine Tiere hält.

Plakat Hohenthann