Für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik

Sigi Hagl mit Amelie Fried, Dr. Thomas Nowotny und Stefan Dünnwald

Sigi Hagl mit Amelie Fried, Dr. Thomas Nowotny und Stefan Dünnwald

Auf der heutigen Kundgebung der „Bayerischen Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte“ setzte die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl, erneut ein deutliches Zeichen gegen die unmenschlichen Abschiebungen nach Afghanistan.

Sigi Hagl: „Die Abschiebepolitik der Bundesregierung ist zynisch. Weil die deutsche Botschaft in Kabul aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen bleibt, werden Flüchtlinge auf dem Umweg über Oslo abgeschoben.

Amelie Fried und Sigi Hagl

Amelie Fried und Sigi Hagl

Es ist völlig egal, von welchem Ort aus die Menschen geflogen werden: Der Zielflughafen ist der gleiche und Afghanistan ist nicht sicher – für Niemanden!

In Bayern gilt nach wie vor Abschiebung vor Ausbildung. Es ist völlig inakzeptabel, dass die Staatsregierung die bundesweit gültige Ausbildungsgarantie, die sogenannte ‚3 plus 2‘-Regelung systematisch unterläuft und junge Menschen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, wie Verbrecher aus Klassenzimmern zerrt.“

Neben Sigi Hagl waren weitere prominente Unterstützer vor Ort. Die Moderatorin und Schriftstellerin Amelie Fried las einen Brief des Präsidenten der Lagergemeinschaft Dachau e.V., Ernst Gruber, vor. In diesem verurteilt der Zeitzeuge die Abschiebepolitik und den Umgang mit Flüchtlingen in Bayern. Sie können den Brief hier einsehen: Brief an die Präsidentin des Bayerischen Landtags.

Der Gründer der Ärzteinitiative, Dr. Thomas Nowotny, sowie Stefan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat berichteten über die unerträglichen Zustände im Abschiebelager Manching und forderten die Regierung Oberbayern auf, diese unmenschliche Behandlung endlich zu beenden.