Grüne fordern Verbot von Mikroplastik in Kosmetika

Der Tag der Erde am 22. April steht dieses Jahr im Zeichen des weltweiten Kampfs gegen Plastik. Landesvorsitzender Eike Hallitzky sieht auch in Bayern großen Handlungsbedarf:

„Die Plastikflut ist längst nicht nur ein ernstes Problem für unsere Ozeane. Auch mitten in Bayern sind Flüsse, Seen und unser Grundwasser immer mehr durch Mikroplastik verschmutzt. Wir Grüne fordern ein Verbot der Verwendung von Mikroplastik in Kosmetikartikeln.“

Cremes und Duschgels sind voll von kleinen Plastikpartikeln, die als Schleifmittel oder Glanzaufbesserung dienen. Sie wären leicht durch nachhaltige Stoffe ersetzbar.

Hallitzky: „Auch wenn ein Verbot in Kosmetikartikeln nur einen Teil des Mikroplastik-Problems löst, so wäre es ein schnell umsetzbarer erster Schritt. Wir fordern die CSU-Staatsregierung daher auf, eine bayerische Bundesratsinitiative für ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik zu starten. Die Politik muss endlich handeln und unsere Bürger*innen nicht im Regen stehen lassen. Denn Plastik auf der Haut und im Grundwasser will niemand.“

Darüber hinaus ist klar, dass Plastikverpackungen drastisch reduziert werden müssen und auch mehr in die Forschung zur Abwassertechnik investiert werden muss. Hallitzky: „Nur wenn viele Initiativen zur Plastikvermeidung ineinander greifen, haben wir eine Chance, diesen Planeten von der Plastikpest zu heilen.“

Terminhinweis: Eike Hallitzky besucht gemeinsam mit dem energiepolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion Martin Stümpfig und MdL Dr. Christian Magerl, Vorsitzender des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag, am 30. April in Weißenburg eine Pilot-Kläranlage, die eine vierte Reinigungsstufe testet. Dort diskutieren die Politiker mit Fachleuten, inwieweit insbesondere flüssiges Mikroplastik durch technische Nachrüstung von Kläranlagen erfasst werden kann. Der Termin ist presseöffentlich. Anmeldung: daniela.ewers@bayern.gruene.de