Grüne Wanderung auf das Riedberger Horn

Am letzten Sonntag wurde am Riedberger Horn kräftig geschwitzt. Unsere Europaabgeordnete Barbara Lochbihler und Kollegin Maria Heubuch hatten zusammen mit MdL Thomas Gehring zum anstrengenden Aufstieg von Grasgehren aus geladen. Sie wollten sich vor Ort ein Bild davon machen, welche Folgen der Bau der umstrittenen Skischaukel auf Natur und Umwelt gehabt hätte und welche Aufgaben noch zu bewältigen sind. Begleitet wurden sie von der Landtagskandidatin Erna-Kathrein Groll und dem Kandidat für den Bezirkstag Schwaben, Hubert Endhardt.

Mit dabei auch Thomas Frey vom Bund Naturschutz, der erläuterte, dass der Schutz der einmaligen Vegetation am Riedberger Horn noch nicht gesichert ist, denn eine Bebauung des Gebietes sei weiterhin möglich. Der BUND klagt deshalb gegen die Änderung des Alpenplans. Auch Thomas Gehring erklärte, „Die Verwässerung des Alpenschutzes stellt nach wie vor einen großen Rückschritt für den Umwelt- und Landschaftsschutz in Bayern dar“. Als realitätsblind bezeichnete Maria Heubuch die Landesregierung angesichts der Folgen des Klimawandels und der Potenziale eines nachhaltigen Tourismus in der Region.

Auf dem Gipfel übergab Barbara Lochbihler dem Bund Naturschutz einen Scheck über1200,– Euro für die Jugendcamps des Verbandes. So viele Spenden sind bei der Lesereise zusammen gekommen, die sie mit den Autoren des von ihr herausgegebenen Buches über die Revolution 1848 im Allgäu Anfang des Jahres gesammelt hat. Sie wünscht sich, dass Natura 2000 als zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union ausgebaut wird. „Tiere und Pflanzen kennen keine Grenzen“, sagt sie, „nur gemeinsam können wir ihren Lebensraum schützen. Es darf kein Kirchturmdenken in der Umweltpolitik geben.“