Immer mehr Pflanzengifte auf unseren Äckern – Kehrtwende jetzt!

Immer mehr Pflanzengifte landen auf deutschen Äckern, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht. Allein bei den Wirkstoffen stieg in der Zeitspanne von 2009 bis 2015 die eingesetzte Menge um 17 Prozent auf 35.000 Tonnen.

„Mit dem zunehmenden Einsatz von Ackergiften werden unser Boden und unser Wasser schleichend vergiftet“, erklärt Sigi Hagl, die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen. Die Folge ist ein alarmierender Rückgang der Artenvielfalt, wie das Bundesamt für Naturschutz kürzlich vermeldete.

„Um unsere Lebensgrundlagen zu schützen, kämpfen wir Grüne für ein wirksames Pestizidminimierungsprogramm. Bis 2030 wollen wir die Ackergifte in Bayern um die Hälfte reduzieren“, so Hagl. „Außerdem machen wir uns dafür stark, dass das besonders gefährliche Gift Glyphosat umgehend und europaweit verboten wird.“

Weit mehr als eine Million Menschen haben die Europäische Bürgerinitiative für ein Verbot von Glyphosat bereits unterzeichnet. Hagl: „Gemeinsam mit ihnen setzen wir Grüne uns ein für eine Landwirtschaft, die ohne Pestizide auskommt, regionale Kreisläufe auch in der Saatguterzeugung schafft und unseren Boden und unser Wasser schützt. Nur so können wir die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft erhalten.“