Inklusion in Bayern schwerfällig

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Mitgliederzeitschrift Basisbrief.

Seehofer versprach großmundig, Bayern bis 2023 barrierefrei zu machen, doch will er die kostenträchtigsten Herausforderungen hauptsächlich bei den Kommunen abladen, z.B. die Barrierefreiheit von Schulen und Gemeindebauten. Allein bei den Schulen gibt es Sanierungsbedarf im Milliardenbereich. Bei Bahnhöfen geht der barrierefreie Ausbau nur schleppend voran, besonders im ländlichen Raum. Bayern hat es noch nicht einmal fertig Inklusion in Bayern schwerfällig gebracht, das Thema Barrierefreiheit in Lehrpläne für Architekturstudiengänge aufzunehmen, so dass viele ArchitektInnen diesbezüglich ahnungslos in den Berufsalltag gehen.

Im LAK Inklusion werden neben Barrierefreiheit die Schwerpunkte Arbeit, Wohnen und politische Teilhabe diskutiert. Diese sollen in einen Grundsatzantrag für die Landesversammlung münden. Beim letzten Treffen des LAK wurde beschlossen, bei der Landtagsfraktion die Erstellung eines Konzeptpapiers „Inklusion“ insbesondere zu Bildung, Arbeiten und Wohnen anzuregen. Nächstes Treffen des LAK Inklusion: 26.6., 11.30 – 16 Uhr in der LGS in München.