Integration zum Erfolg führen – Berufsausbildung fördern statt blockieren!

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni erklärt Sigi Hagl, Landesvorsitzende der bayerischen Grünen:

Die Herausforderungen für eine gelingende Flüchtlingspolitik und Integration sind enorm. Wir Grüne setzen uns daher für eine gemeinsam gelebte Integration ein. Wir wollen Ausbildung und Arbeit für geflüchtete Menschen ermöglichen. Dazu gehört auch, dass die Integrationsleistung der Flüchtlinge anerkannt und ihnen eine Perspektive eröffnet wird. Wer einen Ausbildungsplatz in Aussicht hat, muss auch in Bayern eine Ausbildungserlaubnis bekommen. Ausbildung vor Abschiebung, das ist gelebte Integration.

Das Vorgehen kürzlich an einer Nürnberger Berufsschule, wo ein junger Mann aus Afghanistan mitten aus dem Unterricht geholt wurde, um ihn abzuschieben, zeigt indes überdeutlich, wie wenig der bayerischen Staatsregierung an einer gelingenden Integration liegt. Solche Aktionen dürfen sich im Freistaat nicht mehr wiederholen. Sie lassen jegliche Menschlichkeit vermissen und sind aufs Schärfste zu verurteilen.

Wir Grüne fordern, dass die bundesgesetzliche 3+2-Regelung endlich auch in Bayern zur Anwendung kommt und während Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen keine Abschiebungen erfolgen. Ausbildungswillige Betriebe müssen Rechts- und Planungssicherheit haben, das Recht auf Bildung muss Vorrang haben vor Rückführungen und die Schule ein geschützter Ort des Lernens sein.

Denn nur eine erfolgreiche Integration bedeutet ein Gewinn für alle Menschen in Bayern.