Käfighaltung: Ausstieg vereinbart

Blockade von CSU-Minister aufgebrochen

Auf der Agrarministerkonferenz wurde heute eine Einigung der Länder mit dem Bund bekannt gegeben, bis 2025 auf Bundesebene aus der Käfighaltung bei Legehennen auszusteigen. Die bayerischen Grünen hatten zuvor in einer Massenpetition den Ausstieg aus der Käfighaltung in Bayern bis 2017 gefordert.

Landesvorsitzende Sigi Hagl:

Leider werden nun noch zehn weitere Jahre vergehen, in denen wir in Deutschland mit dieser qualvollen Haltungsform leben müssen. Uns wäre ein früheres Ausstiegsdatum, wie wir es auch in unserer Petition fordern, lieber gewesen. Wir begrüßen es dennoch, dass der Bund und CSU-Agrarminister Schmidt endlich, auf Drängen der grünen Agrarminister aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, aufgewacht ist und erstmals ein bundesweites Ausstiegsdatum festlegt. Wichtig ist jetzt, dass Bayern ab dem heutigen Tag keine weiteren Käfigplätze mehr genehmigt.

Die gewaltige Resonanz auf unsere Massenpetition – wir konnten in drei Tagen alleine über 1.000 Unterschriften sammeln – zeigt, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher keine Käfigeier mehr essen wollen, auch nicht untergeschummelt in weiterverarbeiteten Produkten wie Nudeln und Keksen. Hier muss endlich auch eine Kennzeichnung Klarheit schaffen. Dafür sollte sich die CSU-Staatsregierung im Bund einsetzen, auch um den Import von Käfigeiern aus dem Ausland zu stoppen.