Kirchenasyl verdient Respekt

Zur Gründung des Vereins Matteo für kirchliche Asylhelfer in Bayern am heutigen Donnerstag, 5. Oktober 2017, erklärt die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl:

Matteo ist eine wichtige Initiative, die sich mit uns für eine humane Flüchtlingspolitik in Bayern einsetzt. Sie macht sich stark gegen Abschiebungen nach Afghanistan, weist auf die Fehlentwicklungen in der bayerischen Asylpolitik hin und berät Pfarrer sowie Geflüchtete in Fragen des Kirchenasyls. Mit der Gründung machen die Kirchenvertreter einmal mehr deutlich: Kirchenasyl ist eine notwendige und Jahrhunderte alte christliche Tradition, die Respekt verdient. Wer Geflüchteten als letzten Ausweg die Kirchentore öffnet, ist kein Straftäter – ebenso wenig wie die Menschen, die sich im Kirchenasyl befinden. Sie als Straftäter zu diffamieren, höhlt das Kirchenasyl aus.

Die fränkische Pfarrerin Doris Otminghaus, die die Gründung des Vereins mit angestoßen hat, ist auch die diesjährige Preisträgerin des Sepp-Daxenberger-Preises. Sie hatte als Erste lautstark auf das gezielte Vorgehen der Staatsanwaltschaften gegen jene Geistlichen, die Kirchenasyl gewähren, aufmerksam gemacht und wurde für ihren Einsatz für Menschen in Not und für ihren Mut, Unrecht auszusprechen von den bayerischen Grünen geehrt.