Landesvorsitzende Hagl: Volksbegehren Artenvielfalt großer Schritt für mehr Tier- und Pflanzenschutz in Bayern

„Der Artenverlust in Bayern hat erschreckende Ausmaße angenommen. Wir sind mitten drin im stillen Sterben von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln und Insekten. Und die Zahl der gefährdeten Arten nimmt weiter zu. Nun haben wir die Chance, das zu ändern“, so Landesvorsitzende Sigi Hagl, die heute bei einem Grußwort bei der Sonderversammlung des Landesbundes für Vogelschutz Bayern in Ingolstadt für die Beteiligung am Volksbegehren Artenvielfalt warb.

Der rasante Verlust des biologischen Artenreichtums unserer Erde ist neben der Klimakrise die größte Gefahr für die Menschheit. Dabei sind die Ursachen für das rasante Artensterben seit Jahrzehnten bekannt: Überdüngung, ausgeräumte Agrarlandschaften und der Gifteinsatz der Intensiv-Landwirtschaft. Der Verlust an geschützten Rückzugsräumen durch die zunehmende Zersiedelung und Zerschneidung der Umwelt und der ansteigende Automobilverkehr sind ebenfalls Ursachen für das Artensterben in Bayern.

Sigi Hagl: „Das Volksbegehren Artenvielfalt ist ein großer Schritt für mehr Tier- und Pflanzenschutz in Bayern. Konsequenter Artenschutz funktioniert, wenn die politischen Weichen richtig gestellt werden: Gewässerrandstreifen, damit Bäche und Flüsse sauberer und fischreicher werden, weniger Dünger und Pestizide in der Landwirtschaft, große Biotopverbunde und damit mehr Lebensräume für Wildtiere und Wildpflanzen. All das kann durch das Volksbegehren ermöglicht werden.“

Nun mobilisieren die Naturschützer*innen in ganz Bayern, damit rund eine Million Bürgerinnen und Bürger zwischen dem 31. Januar und dem 13. Februar in den Rathäusern unterschreiben. Sigi Hagl: „Der Erhalt der Artenvielfalt geht uns alle an und mit dem Volksbegehren haben wir, die bayerischen Bürgerinnen und Bürger, es in der Hand, etwas dafür zu tun.“

Alle Infos zum Volksbegehren und der 14-tägigen Eintragungsfrist (31.01.–13.02.) finden Sie hier: https://volksbegehren-artenvielfalt.de