Lasst es uns tun!

Der brutale Angriff auf einen schwulen Mann in der Nähe des Sub-Zentrums in München kurz vor dem Internationalen Tag gegen Homo-, Trans*- und Intersexuellen-Feindlichkeit (IDAHIT) zeigt deutlich, wie weit wir auch in Bayern noch von Gleichstellung und Respekt entfernt sind. Wer sich in U-Bahn oder Schulhofnähe aufhält, hört immer noch die Beschimpfungen „Das is voll schwul, Alter!“ oder „Du scheiß Lesbe“.

Wenn es um Einstellungen und reaktionäre Traditionen geht, können Gesetze nicht zaubern. Aber sie schaffen eine verbindliche Basis für unser Zusammenleben und beeinflussen, was als richtig oder falsch zu gelten hat.

Deshalb fordern wir seit Jahren die Ehe für alle und klagen jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht, weil sie ein wichtiges Signal für die Gleichwertigkeit von heterosexueller und homosexueller Liebe ist.

Deshalb fordern wir ein Selbstbestimmungsgesetz, das die Rechte von Trans*personen stärkt und ihnen zum Beispiel die Namensanpassung erleichtert.

Und deshalb fordern wir, dass intersexuelle Kinder vor frühzeitigen geschlechtsdefinierenden Operationen geschützt werden, um selbst bestimmen zu können, wie und in welcher Geschlechterrolle (oder ohne) sie leben wollen.

Wir Grüne stehen ein für eine weltoffene Gesellschaft und einen respektvollen Umgang miteinander – egal, wie lesbisch, schwul oder hetero, männlich oder weiblich ein Mensch ist. Wir stehen gemeinsam auf gegen LSBTI-Feindlichkeit.