Lehren aus Tschernobyl endlich auch in Bayern ziehen

Zum Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 2017 erklärt der Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Eike Hallitzky:

Auch 31 Jahre nach der verheerenden Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ist die Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht, noch lange nicht gebannt. Das mit Abstand gefährlichste noch laufende AKW Deutschlands steht im bayerischen Gundremmingen. Jahr für Jahr ereignen sich in Gundremmingen besorgniserregende Zwischenfälle. Das Not- und Nachkühlsystem des Atomkraftwerks ist nicht vollständig erdbebensicher, im Erdbebenfall droht eine Kernschmelze.

Die Risiken der Atomkraft sind und bleiben unkalkulierbar. Deshalb fordern wir Grüne die endgültige Abschaltung beider Gundremminger Atomreaktoren B und C noch in diesem Jahr und zugleich eine Ausbauoffensive für Wind- und Sonnenenergie in Bayern. Nur so schützen wir unsere Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen.

Die Gundremminger Reaktoren sind die letzten Siedewasserreaktoren Deutschlands. Wie auch die havarierten Siedewasserreaktoren in Fukushima, verfügen sie nur über einen Hauptkreislauf. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu meldepflichtigen Ereignissen und mehreren Störungen. Zudem häufen sich seit Jahren Meldungen über undichte Spaltelemente.

Den Beschluss des Bayerischen Landesverbands von Bündnis 90 / Die Grünen zum AKW Gundremmingen vom Kleinen Parteitag am 1. April 2017 finden Sie hier.