2 von 5 Frauen haben sexualisierte und/oder psychische Gewalt erlebt.

Schutz geben statt abweisen: Anzahl der Frauenhäuser verdoppeln

Zum internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen macht Landesvorsitzende Sigi Hagl auf den dringenden Bedarf an Frauenhäusern und Fachberatungsstellen aufmerksam:

„Gewalt gegen Frauen ist keine gesellschaftliche Randerscheinung, sondern kann jede treffen. Statistisch gesehen haben zwei von fünf Frauen Gewalt erlebt. Alle Frauen, die Schutz und Hilfe benötigen, sollten diese auch bekommen. Doch in Bayern muss nach wie vor jede zweite Frau wegen Platzmangel von den Frauenhäusern abgewiesen werden. Die Situation ist seit vielen Jahren alarmierend. Die Staatsregierung muss endlich das Geld in die Hand nehmen, damit die Frauenhäuser und Fachberatungsstellen personell und finanziell gut ausgestattet sind und langfristig planen können. Die Platzanzahl für Schutzsuchende muss sich verdoppeln und die Kommunen dürfen bei der Finanzierung nicht länger im Stich gelassen werden.

Hinzu kommt, dass die Strukturen für Frauen mit Kindern im Teenager-Alter völlig unzureichend sind. Hier findet oft eine doppelte Familientrennung statt, wenn der 14-jährige Sohn nicht mit der Mutter im Frauenhaus wohnen darf, sondern von ihr getrennt in einer Jugendeinrichtung untergebracht wird. Das muss sich ändern.

Besorgniserregend ist außerdem, dass das System auf Frauen mit Behinderungen nicht eingestellt ist. Es braucht barrierefreie räumliche Strukturen.

Der dringende Handlungsbedarf liegt seit Jahren auf dem Tisch. Dass die Staatsregierung nicht handelt, ist ein Skandal.“