Solidarität macht sichtbar und stark

Sowohl in der feministischen als auch in der queeren Szene entbrennen in letzter Zeit verstärkt Diskussionen darüber, wer denn nun bei welchem Spiel mitspielen darf:

  • Da streiten sich z. B. „radikale“ mit „liberalen“ Feministinnen darüber, ob Trans*frauen in reinen Frauen- oder Lesbenräumen willkommen und ob sie überhaupt „richtige“ Frauen seien.
  • Da werden die Women‘s Marches von Feministinnen kritisiert, die keine Männer dabei haben wollen, von Schwarzen Frauen, die nicht einbezogen werden, und die Pussyhats werden als transfrauenfeindlich bezeichnet.
  • Da streiten Feministinnen in Deutschland um die Bedeutung des Kopftuchs und darum, ob eine Muslima überhaupt Feministin sein könne.

Parallel zum Wunsch nach Solidarität entsteht so ein neuer Separatismus – aus Angst, nur dann mit den eigenen Interessen sichtbar zu sein, wenn man ausschließlich für sich spricht. Und mit einer Haltung, die übertriebene Rücksichtnahme einfordert.

Grüner Feminismus und Queeraktivismus sind anders: intersektional, d. h. solidarisch, ohne die Einzelnen aus dem Blick zu verlieren. Über Gender-, Hautfarben-, Religions-, Alters- und Fähigkeitsgrenzen hinweg treten wir solidarisch für eine weltoffene Gesellschaft und den Schutz von Menschenrechten und Demokratie ein.

Die Feministische Leitlinie, die die LAG Frauen- und Gleichstellungspolitik zusammen mit dem Frauenreferat entwickelt hat und die beim Kleinen Parteitag beschlossen wurde, setzt diese „intersektionale Solidarität“ als Ausgangspunkt.

Denn nur, wenn wir zusammenhalten, sind wir stark!

Die ganze feministische Leitlinie findet ihr hier.