Schmidts Tierwohllabel ist reine Mogelpackung

Zur Ankündigung von CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt, auf der Grünen Woche ein neues Tierwohllabel vorzustellen, erklärt die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl:

Das angekündigte freiwillige Label nützt weder den Tieren noch den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Mit den geplanten Stufen Standard und Premium suggeriert das Siegel unbedenkliche Haltungsbedingungen – dies grenzt an Zynismus angesichts der Zustände in einem „Standardstall“.

Statt eine verbindliche, gesetzliche Lösung zu verfolgen, setzt CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt mit seinem Tierwohllabel wie üblich auf das Prinzip der Freiwilligkeit. So billig ist Tierschutz aber nicht zu haben. Das ist pures Greenwashing. Alle können weitermachen wie bisher.

Wir Grüne fordern dagegen eine klare, gesetzliche Kennzeichnung nach Haltungsformen. Bei jedem Stück Fleisch muss erkennbar sein, wie das Tier gehalten wurde. Und wir haben mit der unter Agrarministerin Renate Künast eingeführten Eierkennzeichnung gezeigt, wie echte Veränderungen bei den Tierhaltungsbedingungen erzielt werden können. Daran sollte sich Herr Schmidt endlich ein Beispiel nehmen.