Trommeln gegen Temelin

Auch in diesem Jahr treffen sich Atomkraftgegner aus Deutschland, Tschechien und Österreich im Grenzort Waidhaus, um lautstark auf die Gefahren der Atomkraft aufmerksam zu machen und für die sofortige Abschaltung des tschechischen Atomkraftwerks Temelin einzutreten. Treffpunkt der Trommel-Aktion ist am 17. April 2017 um 14:00 Uhr am Marktplatz Waidhaus.

Die als Gastrednerin geladene Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl, erklärt: „Die Risiken der Atomkraft sind unkalkulierbar. Auch 31 Jahre nach der verheerenden Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ist die Gefahr lange nicht gebannt. Wir sind umgeben von gefährlichen Schrottreaktoren wie Temelin, die uns alle bedrohen. Ein Super-GAU macht nicht halt an nationalen Grenzen. Wir werden weiter dafür auf die Straßen gehen, dass sich Tschernobyl und Fukushima nicht wiederholt – nicht bei uns, nicht an unseren Grenzen, nirgendwo!“

Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin ist nur 60 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt. Experten wie der ehemalige technische Leiter der Atomaufsicht des Bundesumweltministeriums, Dieter Majer, verdeutlichten bei der Internationalen Temelin-Konferenz am 25. März 2017 in München erneut, dass sicherheitsrelevante Schweißnähte nicht stark genug sind.

Zu der Ostermontags-Veranstaltung laden die Landkreis-Grünen in Neustadt an der Waldnaab. Vor Ort ist auch die Wunsiedeler Kreisrätin Brigitte Artmann, die Sprecherin von STOPPT TEMELIN und Gründungsmitglied von Nuclear Transparency Watch ist. Zusätzlich regt Wolfgang Müller aus Bad Steben mit der Politgroteske „Deutschland endgelagert“ zum Nachdenken an.