Umweltschweinerei geht weiter

Zur Verlängerung der Glyphosat-Zulassung durch die EU Mitgliedsländer erklärt die Landesvorsitzende der Grünen Bayern, Sigi Hagl:

Die Mitgliedsländer der EU billigen für weitere fünf Jahre eine riesige Umweltschweinerei. Landwirtschaftsminister Schmidt von der CSU hat dafür gestimmt, dass weiterhin ein Gift auf unsere Felder ausgebracht wird, das im Verdacht steht krebserregend zu sein. Gegen den Willen von Millionen EU-Bürgern, gegen Amtskollegin Hendricks und gegen den gesunden Menschenverstand.

Das Pflanzengift ist maßgeblich verantwortlich für das Artensterben. Damit hat sich die Agrarlobby durchgesetzt und die Chance auf eine vernünftige, maßvolle Landwirtschaftspolitik zunichte gemacht. Das Vorgehen von Minister Schmidt gibt einen bitteren Vorgeschmack auf die nahende GroKo III.

Die Behauptung von FDP-Chef Lindner, eine Glyphosat-Verlängerung sei in den Jamaika-Sondierungen nicht strittig gewesen, ist kompletter Unsinn. Tatsache ist, dass es in den Sondierungen keine Glyphosat-Vereinbarung gab, wie Lindner behauptet, Schmidt vorgibt und Scheuer suggeriert. Wir Grüne hätten es niemals mitgetragen, dass dieses Gift weiter auf unsere Äcker kommt. Das unerhörte Verhalten Schmidts muss Konsequenzen haben. Wir Grüne werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Deutschland nun nationale Maßnahmen gegen Glyphosat ergreift.

Für uns Grüne heißt das jetzt, dass wir weiterhin auf allen Ebenen gegen Glyphosat kämpfen werden. Wie kannst Du aktiv werden?

Die grüne Landtagsfraktion hat in einem Dringlichkeitsantrag den Einsatz der CSU für ein nationales Glyphosat-Verbot gefordert. Der Antrag kann hier eingesehen werden.