Ökostrom: Weckruf an die CSU-Staatsregierung

Zum Ergebnis einer aktuellen Umfrage, dass 84 Prozent der Bayerinnen und Bayern Ökostrom wollen (BILD berichtet), erklärt Landesvorsitzender Eike Hallitzky: 

Strom kommt eben nicht einfach aus der Steckdose und das wissen die Bayerinnen und Bayern. 84 Prozent in Bayern wollen Ökostrom. Sie sind auch im Bundesvergleich überdurchschnittlich bereit, ihren eigenen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten. Kingelt’s  jetzt endlich mal bei der CSU-Staatsregierung?

Bislang gibt es nur Vollbremsungen bei der Windenergie durch das unsinnige 10-H-Windkraftverhinderungsgesetz, das so gut wie kein neues Windrad mehr in Bayern zulässt und Taschenspielertricks bei den Zielsetzungen von Energieministerin Aigner. So wird bei der Zielmarke ‚70% Erneuerbare Energien bis 2025‘ im aktuellen Energiekonzept plötzlich nicht mehr auf den Stromverbrauch geschaut, sondern auf die Stromerzeugung. Nach Abschaltung der bayerischen Atomkraftwerke ist dieses Ziel schon fast erreicht, ohne den kleinen Finger zu rühren! Und Bayern wird ab dann zum Ausgleich massiv von Stromimporten abhängig sein, was einer Vorstufe der Deindustrialisierung gleich kommt.

Daher muss die CSU-Energie-Blockade umgehend beendet werden und der Weckruf aus der Bevölkerung von der Staatsregierung erhört werden. Denn der Erfolg oder das Scheitern des Klimagipfels in Paris wird auch hier in Bayern entschieden. Das 2°-Ziel kann nur erreicht werden, wenn wir alle mitmachen.“

Veranstaltungshinweis: Die Grüne Landtagsfraktion lädt am kommenden Samstag (14.11.) zur großen Klimakonferenz in den Landtag ein. Auch der Blick auf den Weltklimagipfel in Paris zeigt: Klimaschutz funktioniert am besten vor Ort. Der Kongress diskutiert konkrete Schritte in Bayern und den Kommunen zum Erreichen des 2°-Ziels.

Hintergrundinfo: Grüne unterstützen Klage gegen die 10H-Regelung: https://gruene-bayern.de/klagegemeinschaft-pro-windkraft-reicht-heute-klage-gegen-10h-gesetz-ein/