„Wohnen für Hilfe“

Das Konzept „Wohnen für Hilfe“ bringt Menschen zusammen, die sich gegenseitig assistieren können: Auf der einen Seite Senioren und Seniorinnen, deren Häuser und Wohnungen mit vier oder fünf Zimmern nach dem Auszug der Kinder zu groß für sie geworden sind. Auf der anderen Seite Menschen in der Ausbildung, Studierende, Alleinerziehende oder anerkannte AsylbewerberInnen, die von einem kleinen Gehalt leben und bezahlbaren Wohnraum suchen.

Die RentnerInnen bieten ihre Räumlichkeiten an, während der Mitbewohner oder die Mitbewohnerin keine Miete in Form von Geld zahlt, sondern stattdessen pro genutztem Quadratmeter eine Stunde Mithilfe leistet. Hilfsdienste können Haus- oder Gartenarbeit sein, ein Supermarkteinkauf oder ein gemeinsamer Spaziergang. Pflege ist explizit ausgeschlossen. Kosten fallen lediglich in Form einer Nebenkostenpauschale an. Deren Höhe wird individuell festgelegt. Die Rahmenbedingungen des Zusammenlebens werden in einer schriftlichen Vereinbarung fixiert. In München und anderen Landkreisen ist „Wohnen für Hilfe“ seit beinahe 20 Jahren erfolgreich etabliert.

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