Kein weiterer Ausbau am Flughafen München

Bayern braucht einen leistungsfähigen internationalen Flughafen und Bayern hat mit dem Flughafen München einen vollausgebauten Flughafen, der die Bedürfnisse der Unternehmen und der Reisenden mehr als vollumfänglich abdeckt. Einen immer weiteren Ausbau mit einer 3. Start- und Landebahn oder einem weiteren Terminal (T-Stiel) mit einer zusätzlichen Kapazität von bis zu 10 Millionen Passagier*innen pro Jahr lehnen wir ab.

Im Jahr 2025 lag die Anzahl der Flugbewegungen bei 337.000. Das ist meilenweit unter dem Vor-Corona-Niveau, weit unter dem bisherigen Maximum und noch viel weiter unter der Kapazitätsgrenze des 2-Bahnen-Systems. Die Wirklichkeit bestätigt unsere langjährige Prognose: Es gab nie einen Bedarf für eine 3. Startbahn und es wird auch künftig keinen Bedarf geben.

Das bis heute bestehende Baurecht ist durch eine Änderung des Planfeststellungsbeschlusses aufzuheben und die 3. Start- und Landebahn als Ziel aus dem Landesentwicklungsplan zu streichen.

Die neuesten Wachstumspläne des Flughafens beziehen sich nun auf den Ausbau des Terminals 2 mit einem neuen Joint Venture zwischen der Deutschen Lufthansa und der Flughafen München GmbH. Die geplante Erweiterung des Terminals entspricht einer Kapazität von bis zu 10 Millionen Passagier*innen, was mehr als zweimal der aktuellen Fluggastzahl des Flughafens Nürnberg entspricht. Dieser gigantische Ausbau wird auch mit Mitteln der FMG – die zu 100 % der öffentlichen Hand gehört – finanziert.

Der geplante Ausbau ist Ausdruck einer unbegründeten Wachstumsstrategie, die nicht die Bedürfnisse der Menschen in Bayern im Blick hat, sondern das Drehkreuz für Umsteiger der Lufthansa immer weiter ausbauen soll. Das ist weder ökologisch noch sozial verträglich.

Die Belastungen durch Fluglärm, Ultrafeinstaub und Flächenverbrauch sind in der Region bereits heute erheblich und werden durch weitere Ausbaumaßnahmen nur verschärft. Das Limit ist erreicht.

Zusätzlich kommt nun hinzu, dass durch die sich in Ausweisung befindlichen Lärmschutzbereiche jetzt Bauverbote für das Umland verhängt werden, weil der gestiegene Nachtflug die Lärmteppiche entsprechend zum Nachteil der Eigentümer*innen ins Umland verschiebt. Die Lärmschutzbereiche führen leider nicht zu weniger Fluglärm, aber ein Nachtflugverbot würde den Menschen helfen und daher setzen wir uns weiterhin dafür ein.

Beschlossen auf der Landesdelegiertenkonferenz 2026 in Landshut.

Unsere Freiheit ist nicht verh…
Zukunft wächst auf dem Land – …