Klimaschutz in Bayern

Erhalten, was uns erhält

Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Die natürlichen Lebensgrundlagen in Bayern brauchen unseren Schutz. Sauberes Wasser, gute Luft zum Atmen, eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, intakte Kulturlandschaften und ein gutes Klima – das brauchen wir alle für ein gutes Leben. Wir gehen mit unseren natürlichen Ressourcen zu nachlässig und verschwenderisch um und setzen so unsere Gesundheit und unsere Zukunft aufs Spiel. Dabei gibt es längst ökologische und nachhaltige Alternativen.

Die Auswirkungen sind dabei nicht nur am anderen Ende der Welt zu spüren, sondern auch in Deutschland, in Bayern: Das Hochwasser 2013 verwandelte die Gassen Passaus in Kanäle. Die Dürreperiode im Sommer 2018 war führte zu Wassermangel für Pflanzen und Tiere. Die Stürme im Frühjahr 2019 haben in zahlreiche Wälder in Bayern massiv geschädigt.

Wir müssen jetzt handeln, damit das nicht erst der Anfang ist!

Mehr zu Klimaschutz

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[tab title=“Mehr zum Thema“]

Alltagstipps für Klimaschutz

Alltagstipps: Ab heute das Klima schützen…

Wir sagen der Erderwärmung den Kampf an – so ganz nebenbei. Durch alltägliche Handlungen, viele davon unbewusst. Wir haben die einfachsten und effektivsten Alltagstipps gegen den Klimawandel zusammengetragen.

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[tab title=“Das Ziel: Max 1,5 Grad“]

Das Ziel: Maximal 1,5 Grad

Henrike Hahn, bayerische Spitzenkandidatin der Grünen bei der Europawahl 2019, ist für die Einführung eines CO2-Preises in der Europäischen Union, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen:

„Wir brauchen klimaschützende Maßnahmen auf europäischer Ebene, die wir sozial verträglich gestalten. Ohne gemeinsame Maßnahmen werden wir die Erdüberhitzung nicht stoppen können. Treibhausgase müssen einen Preis entsprechend ihrer Klimawirksamkeit bekommen. Dazu brauchen wir eine gesamteuropäische Lösung mit einem CO2-Preis über alle Sektoren hinweg.“

Damit würde in Europa die Entstehung von CO2 und nicht die Herstellung der Produkte verteuert. So wird verhindert, dass der CO2-Preis die Produktion und damit den CO2-Ausstoß in Länder verlagert, in denen es keinen vergleichbar hohen Preis für CO2 gibt.

Hahn: „Die zusätzlichen Einnahmen, die wir aus solch einer CO2-Besteuerung bekommen, wollen wir wieder an die Verbraucherinnen und Verbraucher in Form eines Energiegeldes als Pro-Kopf-Zahlung zurückgeben. So verhindern wir, dass einkommensschwächere Haushalte und Familien stärker belastet werden. Deutschland sollte mit weiteren EU-Staaten die Initiative ergreifen und in einer regionalen Staatengruppe einen gemeinsamen CO2-Mindestpreis einführen. Die Niederlande und Frankreich haben ihre Absicht dazu schon erklärt. Perspektivisch wollen wir eine gesamteuropäische Lösung, für die sich die Bundesregierung stark machen muss.“

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[tab title=“Das muss sich in Bayern tun“]

17+1: Sofortprogramm für Klimaschutz in Bayern

Klimaschutz ist auf jeder Ebene der Gesellschaft dringend notwendig, wenn wir die Erdüberhitzung abbremsen wollen. Auch der Freistaat Bayern hat eine Fülle von Möglichkeiten und die Staatsregierung muss nicht auf Berlin, Brüssel oder internationale Klimakonferenzen warten.

Wir Grüne haben 2018 ein „17+4“-Sofortprogramm für Klimaschutz in Bayern vorgelegt. 17 Sofortmaßnahmen in Bayern für die vier Bereiche Strom, Wärme, Verkehr und Landwirtschaft plus Klimaschutzgesetz und vier Sofortmaßnahmen für die sich Bayern im Bund nachdrücklich einsetzen muss.

Unser Fraktionsforsitzender Ludwig Hartmann sagt dazu: „Bayern muss endlich handeln und das tun, was es kann – und damit ein Vorbild für andere sein. Das Zuschauen und Nichtstun beim Klimaschutz muss endlich aufhören! Unsere Sofortmaßnahmen können sofort angeschoben werden und werden sich sehr schnell positiv auf Bayerns Klimabilanz auswirken. Mit unserem 17+4-Sofortprogramm für mehr Klimaschutz in Bayern ziehen wir den grünen Joker im Blackjackspiel der CSU-FW-Regierung. Und zwar gleich nach dieser überhitzten und verdörrten Landtags-Sommerpause, die uns einen unschönen Vorgeschmack auf das gibt, was unsere Kinder und Enkel in Zukunft erwartet.“

Strom
1. Sonnenenergienutzung auf allen staatlichen Gebäuden
2. 10H-Regelung abschaffen
3. Förderung der Kraft-Wärmekopplung
4. Stromspeicher umfassend ausbauen (Pumpspeicher, Batterien, Power-to-gas)

+ schneller Braunkohleausstieg in Deutschland

Wärme
5. Aufbau kommunaler/dezentraler Wärmenetze
6. Energieagenturen für jeden Landkreis
7. Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz für Gebäudebestand
8. Energetische Sanierung staatlicher Gebäude

+ Nationale CO2-Abgabe

Verkehr
9. Keine 3. Startbahn
10. Stärkere Förderung von ÖPNV-Systemen im ländlichen Raum
11. Überörtlichen Radverkehr ausbauen
12. Keine Ausweisung von abgelegenen Gewerbegebieten (Rückkehr zum Anbindegebot)

+ Aufbau einer Batterieproduktion in Deutschland

Landwirtschaft
13. Förderung des Ökolandbaus
14. Moorrenaturierung
15. Industrielle Massentierhaltung einschränken
16. Stickstoffüberschüsse in der Düngung abbauen

+ Grünlandumbruch gesetzlich einschränken.

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