Freiheit hat unser Land in den vergangenen Jahrzehnten auf vielfältigen Wegen bereichert. Von Meinungs- und Pressefreiheit bis zur Freiheit, selbstbestimmt zu leben. Frei sein, heißt auch unabhängig zu sein, etwa von internationaler Willkür, Autokraten und Krisen. Das ist unser Ziel für Bayerns Energieversorgung, denn hier ist unsere Abhängigkeit besonders alarmierend – und teuer. 2025 hat Bayern knapp 14 Millionen Tonnen Öl und Gas aus dem Ausland importiert. Das sind Kosten von knapp 6,6 Milliarden Euro in nur einem Jahr. Die Spritpreise steigen weiter. Die CSU hat Bayern damit auch von Diktaturen abhängig gemacht, die diese fossilen Energieimporte immer wieder als Druckmittel missbrauchen. Deshalb braucht Bayern mehr Freiheitsenergie! Wenn wir unseren Strom hier bei uns in Bayern selbst produzieren, machen wir uns frei vom Einfluss Putins und Trumps und den immer weiter steigenden Preisen für Öl und Gas.
Die Stärke der Freiheitsenergie liegt darin, dass das ganze Land mitmachen und jede Scheune zum Kraftwerk werden kann. Solch eine dezentrale Energieversorgung bietet mehr Sicherheit und Resilienz, denn sie besteht aus vielen Wind- und Solaranlagen an unterschiedlichen Standorten, aus leistungsfähigen Speichern und intelligenten Netzen – und sie wird gestützt von flexiblen Verbrauchern, wie einem Kühlhaus, einer Zementmühle oder smarten Ladestationen, die das E-Auto mittags laden, wenn der Sonnenstrom im Überfluss vorhanden ist. So reduzieren wir die Abhängigkeit von einzelnen Konzern-Kraftwerken, die in heißen Sommern auch mal komplett ausfallen können. Bei Störungen können einzelne Regionen flexibler reagieren und Teile der Versorgung im Notfall auch lokal absichern. Gleichzeitig bleibt ein starkes und vernetztes überregionales Stromnetz unverzichtbar.
Freiheitsenergie bedeutet deshalb doppelte Sicherheit: Weniger Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten und ein breit aufgestelltes Energiesystem, das Störungen besser auffangen und viele beteiligen kann.
Freiheitsenergie wird die Zukunft Bayerns entscheiden. Und Bayern kann Freiheitsenergie. Sonne, Wind und Wärme von hier machen uns unabhängiger von Öl- und Gasimporten, senken langfristig die Kosten für Bürger*innen und Firmen und schaffen Wertschöpfung vor Ort. Freiheitsenergie ist deshalb nicht nur Klimaschutz. Freiheitsenergie ist eine Jobgarantie für Bayern, ist Wirtschaftsmotor und Sicherheitspolitik.
Beteiligung und Unabhängigkeit für Bürger*innen und Kommunen mit billigem Wärmestrom
Eine Stärke der erneuerbaren Energie ist, dass sie dezentral ist. Das heißt, es gibt nicht wie bei den Fossilen ein paar wenige große Kraftwerke, von denen einzelne Firmen und wenige glückliche Gemeinden durch hohe Gewerbesteuer-Einnahmen profitieren. Erneuerbare Energie ist überall in Bayern möglich. Wir wollen, dass alle Menschen in Bayern durch Freiheitsenergie mehr Geld in ihrem Geldbeutel haben.
Von Freiheitsenergie profitieren die Bürger*innen bereits heute auf zwei Wegen – beide wollen wir ausbauen:
- indirekt über die Gemeinde, die Stadt oder den Landkreis, wo sie leben, wenn diese Auszahlungen von Anlagenbetreiber*innen in Projekte gesteckt werden, die allen Bürger*innen nutzen
- direkt über sinkende Kosten bei Strom und Wärme oder über Gewinne als Mitglied in einer Bürgerenergiegenossenschaft
Beispiele für den ersten Weg – erfolgreiche Gemeinden, die mit Freiheitsenergie Geld verdienen – gibt es in Bayern genug. Das oberfränkische Speichersdorf hat seine Gewerbesteuer-Einnahmen von 2020 bis 2026 durch PV-Anlagen und 6 Windräder auf 1,5 Millionen Euro verdoppelt. Dazu kommen 20.000 Euro aus der EEG-Kommunalabgabe, die unter anderem direkt in die Seniorenarbeit vor Ort fließen. Oder die Gemeinde Berg in Oberbayern: Bürger*innen und Gemeinde betreiben zusammen 4 Windräder, die 2023 einen Gewinn von 300.000 Euro ausgeschüttet haben. Mit den 67.000 Euro Gewerbesteuer aus den Anlagen konnten die gestiegenen Energiepreise im Gemeindehaushalt abgefedert werden. Die Beteiligung von Kommunen und Bürger*innen an Freiheitsenergie-Projekten vor Ort stärkt in Dörfern und Städten die Möglichkeiten, für ein gutes Leben der Menschen zu sorgen. Mit dem eingenommenen Geld kann die Kindergartengruppe neu ausgestattet, die Umkleide in der Turnhalle oder im Schwimmbad saniert oder ein neuer Treffpunkt für Jugend, Vereine und Senioren gebaut werden. Besonders in kleinen und ländlichen Kommunen fallen die Einnahmen oft stark ins Gewicht und bringen die Orte und die Lebensqualität der Menschen maßgeblich nach vorne.
Der zweite Weg von den Freiheitsenergien zu profitieren – über Bürgerenergie-Genossenschaften – beteiligt die Leute vor Ort ganz direkt. Sie können in Zukunft zum Beispiel bei der Wärmeversorgung noch wichtiger werden. Denn in diesem Bereich setzen wir Strom aus Erneuerbaren noch viel zu wenig ein. Nur rund 30% des Wärmeverbrauchs in Bayern wird durch erneuerbare Energie gedeckt; für fast 70% sind die Menschen in Bayern noch immer abhängig von fossilen Brennstoffen und den Ländern, aus denen wir sie importieren müssen. Da sitzt ein gewaltiges Potenzial für die Menschen und Kommunen im Freistaat.
Bürgerenergie-Genossenschaften können einen vergünstigten Stromtarif anbieten, damit die Menschen in der unmittelbaren Nähe der Anlagen profitieren. Die Kommunen und der Freistaat können das unterstützen, indem bei der Vergabe von kommunalen oder staatlichen Flächen Erneuerbare-Energien-Projekte Vorrang bekommen.
In diese Richtung geht es aber nur mit uns Grünen: Die Bundesregierung und Ministerin Reiche sabotieren Bürgerenergie-Projekte mit den geplanten Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Netzpaket. Die CSU-Staatsregierung sieht Bürgerbeteiligung als belangloses Freizeitprojekt, wie ihre energiewirtschaftlichen Vorschriften zeigen. Währenddessen stehen die Kommunen vor einem wachsenden Berg an Auflagen und Regeln.
Wir GRÜNE ändern das:
- Wir machen Strom aus Bürgerenergie noch billiger – als einen wichtigen Baustein für günstige Wärme und Mobilität und bezahlbares Wohnen für die Menschen in Bayern. Bürgerenergie-Genossenschaften, die einen vergünstigten Stromtarif anbieten, haben mit uns Vorrang bei der Vergabe von kommunalen oder staatlichen Flächen für Erneuerbare-Energien-Projekte, dies soll stets als Ausschreibungskriterium berücksichtigt werden.
- Wir führen ein Bürgerstrom-Privileg ein: Durch eine zentrale Service- und IT-Plattform nimmt das Land Bayern Bürgerenergie-Genossenschaften die bürokratischen Lasten beim regionalen Stromverkauf ab. Der Freistaat fördert und unterstützt die Gründung von Regionalwerken, die den Strom von Bürgerenergie-Genossenschaften gebündelt verkaufen und die Einhaltung der bürokratischen Hürden ermöglichen. Wir setzen uns dafür ein, dass Bayern im Bundesrat die Verbesserung des Energiewirtschaftsrechts beantragt, damit Bürgerenergie-Genossenschaften regionalen Strom direkt an Endverbraucher*innen in ihrer Umgebung verkaufen können, ohne dass sie die vollen bürokratischen Aufwände eines Energieversorgers tragen müssen.
- Wir setzen Energy-Sharing-Modelle konsequent um und bringen so die Vermarktung und das Teilen von Strom in der Nachbarschaft in neue Dimensionen. Strom aus einer gemeinschaftlichen Anlage kann endlich direkt und kostengünstig an Genossenschaftsmitglieder weitergegeben oder verkauft werden. Dass Deutschland das bisher mit hohen Abgaben und Bürokratie erschwert, schränkt die Freiheit der Menschen unzumutbar ein.
- Mit Netzbetreibern wollen wir vereinbaren, die technische Anbindung von regionalen Bürgerenergietarifen unbürokratisch und zu fairen Konditionen zu ermöglichen. So verhindern wir Monopolstellungen.
- Es ist ein großer Erfolg durch die grüne Beteiligung in der Bundesregierung, dass Kommunen endlich fairer an den Gewinnen der Betreiber beteiligt werden sollen. Doch die bayerische Staatsregierung lässt unsere Kommunen wieder einmal alleine mit der Umsetzung. Sie sollen derzeit ohne Hilfe mit potenziellen Betreiber*innen verhandeln – gerade für kleine Gemeinden mit wenig Personal ist das schwer leistbar. Wir schaffen Klarheit, denn auch kleine, ländliche Kommunen verdienen eine optimale Beteiligung an den Freiheitsenergie-Projekten vor Ort. Wir nehmen Betreiber*innen von Windenergie- und Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen in die Verantwortung: Sie müssen gleichermaßen der Kommune und vor Ort vorhandenen Bürgerenergiegenossenschaften eine Form der Beteiligung anbieten. Diese Beteiligung muss allen Bürger*innen der Kommune ohne Gegenleistung zugutekommen. Dafür müssen potenzielle Betreiber neuer Anlagen die Beteiligung von Kommunen und Genossenschaften sicherstellen: Bürgergenossenschaften können frei wählen, wie sie sich an lokalen Projekten beteiligen wollen: über eine Teilfinanzierung des Gesamtprojekts, den Kauf (von Teilen) einer oder mehrerer Anlagen oder eine Beteiligung an der Projektgesellschaft. Kommunen können durch lokale Stromtarife oder Sparprodukte beteiligt werden. Auch pauschale Zahlungen an einen definierten Kreis von Anwohner*innen oder die Kommune selbst sind möglich. Die Mehreinnahmen der Gemeinden aus kommunal genossenschaftlichen Eigenprojekten fließen in die Haushalte und kommen dort zum Beispiel den Schulen, Wohnungsbauprojekten, der Vereinsförderung oder gemeinnützigen Stiftungen zugute.
- Wir wollen Bürgerenergie für alle, nicht nur für Menschen mit eigenem Startkapital. Durch staatliche Bürgschaften oder Fonds ermöglichen wir es auch Menschen mit geringem Einkommen, Mitglied einer Bürgerenergie-Genossenschaft zu werden und von günstigen Tarifen zu profitieren. So machen wir die Energiewende für alle erlebbar und stärken die Unterstützung für den Klimaschutz.
Freiheitsenergie schafft Arbeitsplätze und stärkt die Wirtschaft – wir retten die bayerische Wärmepumpen-Industrie
Welchen wirtschaftlichen Schaden die Politik der Union anrichten kann, zeigt die Geschichte der Solarbranche. Deutschland war weltweit Vorreiter bei der Photovoltaik. Forschung, Produktion und Installation sicherten zehntausende Arbeitsplätze, in Bayern mehr als in jedem anderen Bundesland. Doch statt diesen Vorsprung auszubauen, beerdigte die Union eine Zukunftstechnologie mit rückständiger Politik. In Bayern brach der jährliche Photovoltaik-Zubau zwischen 2011 und 2016 ein: auf nur noch 13 Prozent des ursprünglichen Niveaus. Gleichzeitig verlor die bayerische Photovoltaik-Branche 13.500 Arbeitsplätze und damit Know-how, Unternehmen und Wertschöpfung für die Kommunen. Andere Länder wie China nutzten das zu ihrem Vorteil. Diesen Fehler dürfen die Staatsregierung und die Bundesregierung jetzt nicht wiederholen.
Die bayerische Wärmepumpenbranche ist eine Zukunftsindustrie und war unter der grünen Beteiligung an der Bundesregierung und Robert Habeck in einem starken Aufschwung – jetzt steht sie unter Druck wie damals die Solarbranche. Bayern hat dabei besonders viel zu verlieren. Bayerische Unternehmen entwickeln und produzieren Heiztechnik, Komponenten, Elektronik und Steuerungssysteme. Handwerksbetriebe installieren und warten die Anlagen. Es stehen also Arbeitsplätze in unseren Gemeinden und Städten auf dem Spiel. Wer den Umstieg auf klimafreundliche Wärme politisch ausbremst, Investitionen verunsichert und fossiles Heizen künstlich verlängert, gefährdet genau diese Wertschöpfung und damit unseren zukünftigen Wohlstand. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und einen Staat, der Investitionen attraktiv macht, statt sie mit ständig wechselnden politischen Signalen abzuwürgen.
Unser Ziel ist klar: Die Energiewende soll nicht nur auf Bayerns Dächern, Feldern und in den Heizungskellern stattfinden, auch Arbeitsplätze müssen hier entstehen. Mit Freiheitsenergie sichern wir bestehende Industriearbeitsplätze, schaffen neue Jobs im Handwerk und in der Produktion und machen Bayern unabhängiger.
Wir nutzen den technischen Fortschritt, wenn er das Leben der Menschen in Bayern verbessert. Genau das kann die Wärmepumpe: Sie ist die effizienteste Technologie zum Heizen und Kühlen. Gleichzeitig macht sie uns unabhängig von teurem Öl und Gas und den Regimen, die diese Ressourcen kontrollieren. Die Bremser, die immer noch neue Öl- und Gasheizungen fordern und die klaren Nachteile verschweigen, sind ideologisch verblendet und weltfremd. Sie setzen den Wohlstand der Menschen in Bayern aufs Spiel. Ihre Politik für die fossile Lobby verhindert, dass wir CO2 einsparen, und gefährdet damit unser sicheres und freies Leben in einem stabilen Klima. Ihre Politik missachtet nationale und international vereinbarte Ziele, verunsichert Menschen und Unternehmen und verursacht massive Folgekosten und Schäden durch immer häufigere Dürre, Stürme und Überschwemmungen.
CSU und Freie Wähler führen die Menschen immer tiefer in die teure und schmutzige Abhängigkeit von Öl und Gas. Wir führen Bayern mit bayerischer Freiheitsenergie in eine bessere Zukunft.
74 Prozent aller Wohngebäude könnten in Bayern mit einer klassischen Wärmepumpe versorgt werden, insgesamt knapp 3,2 Millionen Häuser. Aktuell heizen davon 400.000 mit einer Wärmepumpe. Die Nachfrage ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Das ist ein Potenzial, das mit dieser Staatsregierung auf der Strecke bleibt. Darüber hinaus fehlen in Bayern Lösungen für Gebäude, die keine klassische Wärmepumpe nutzen können. Großwärmepumpen für Nah- und Fernwärmenetze oder Anlagen, die erneuerbaren Strom und Umgebungsluft oder auch Abwärme der Industrie oder bodennahe Geothermie nutzen, sind ein wichtiger Baustein für eine moderne, zukunftsfähige Wärmeversorgung. Wärmenetze sind ein wichtiges Thema für unsere Kommunen, die auch weiterhin auf eine Förderung der Bundesebene angewiesen sind.
Wir wollen Technologieführerschaft und Innovation im Freistaat. Dafür erhalten wir die Wärmepumpenindustrie in Bayern und bauen sie noch aus. In keinem Bundesland werden mehr Anträge für eine Heizungsförderung gestellt als in Bayern und über 100.000 Erneuerbare-Heizungen sind damit bereits eingebaut. 1,5 Milliarden Euro Fördergelder sind so bei den Menschen im Freistaat angekommen. Das neue Heizungsgesetz der Merz-Regierung erstickt diesen Fortschritt, den viele hier so klar wollen. Es ist eine massive Schwächung des Klimaschutzes und gefährdet die Unabhängigkeit unserer Wärmeversorgung.
Und wie schon in den 2010er Jahren verbannt es den Fortschritt aus unserem Land. Während CSU, CDU und Freie Wähler ihren ideologischen Kampf gegen Wärmepumpen führen, baut zum Beispiel ein Bayerisches Unternehmen die weltweit größte Luft-Wasser-Wärmepumpe für Helsinki. Wir können es uns in Bayern nicht leisten, darauf zu warten, dass die Merz-Regierung die Fehler ihrer Energiepolitik korrigiert. Für Bayern müssen wir jetzt handeln, um unseren Wirtschaftsstandort und unsere Firmen vor den Fehlern der Union zu schützen und die Nebenkosten für die Bürger*innen zu senken.
Deshalb fordern wir:
- Bis 2040 soll es 2 Millionen Wärmepumpen in Bayern geben, damit 85% der Wohnhäuser ausgestattet werden, in denen der Einsatz möglich ist – ein Booster für Bayerns Wirtschaft und Handwerk. So ermöglichen wir billige und unabhängige Wärme für die Menschen in Bayern. Damit nutzen wir Freiheitsstrom und Umgebungsluft, industrielle Abwärme und oberflächennahe Geothermie für Freiheitswärme.
- Eine Taskforce für Großwärmepumpen und Wärmenetze in der Hand von Kommunen und Bürgerenergie-Genossenschaften nimmt die Planung in die Hand und gestaltet ein Förderprogramm, das Bayerns Bürger*innen, Herstellerfirmen und Handwerksbetriebe mitdenkt.
- Die Streichungen bei der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze gleicht Bayern aus und stellt den Kommunen Geld vom Bund zur Verfügung. Denn die Weiterentwicklung und Dekarbonisierung von bestehenden Wärmenetzen ist entscheidend und gleichzeitig eine der Pflichten, die der Bund für Kommunen eingeführt hat, ohne die Kosten zu tragen.
- Ein zukunftsweisendes Gebäudeenergiegesetz mit bundesweiter Wirkung, das die Wärmepumpenförderung des Bundes reaktiviert. Das gibt den Menschen, Unternehmen und ausführenden Firmen Planungssicherheit zurück. Gerade der Effizienzbonus soll erhalten bleiben und eine wirksame Prämie für EU-Hersteller soll die Standorte Europa, Deutschland und Bayern stärken.
- Solange das nicht gegeben ist, soll in Bayern die Länderöffnungsklausel des neuen Gebäudemodernisierungs-Gesetzes auf Landesebene genutzt werden, um die Vorgabe von 65% Erneuerbare Energie bei neuen Heizungen im Freistaat wieder einzuführen, die auf Bundesebene abgeschaffte wurde.
Mit Vergütung, Netzen und Speichern endlich den Weg bereiten für die Freiheitsenergien
Die ersten Solaranlagen haben Bayerns Energie-Pionier*innen noch ganz ohne politische Unterstützung installiert. Heute ist die Solarenergie eine solide Basis von Bayerns Energieversorgung. Doch für eine stabile Energieversorgung braucht es die Windenergie als Partner für die Solarenergie. sowie ausreichend Netze und Stromspeicher.
- Wir kämpfen für die Südquote: die zusätzliche Ausschreibung für Windkraft für den Süden Deutschlands von mindestens 12 Gigawatt bis 2028.
- Wir setzen uns für den Erhalt der EEG-Vergütung für kleine Solaranlagen bis 25 kW ein, um Familien und Eigentümer*innen von Wohngebäuden Planungssicherheit zu geben.
- Wir setzen uns für den vorausschauenden und großräumigen Ausbau der Stromnetze und Umspannwerke ein. Für die Beschleunigung sind 200 neue, unbefristete Stellen für bayerische Genehmigungsbehörden notwendig.
- Wir setzen uns für eine Taskforce für netzdienliche Speicher ein, an der Verteilnetzbetreiber, Unternehmen und Bürgerenergie-Genossenschaften beteiligt sind.
- Bayern sitzt auf einem Schatz einer weiteren heimischen Freiheitsenergie: die Erdwärme in einigen Kilometern Tiefe. Mit der Tiefengeothermie und Wärmenetzen kann bis zu 25 Prozent des Wärmebedarfs von Gebäuden in Bayern gedeckt werden. Die tiefe Geothermie steht ohne Schwankungen rund um die Uhr zur Verfügung, sie braucht keine Speicher, der Flächenverbrauch ist gering und vor allem ist der Wirkungsgrad enorm. Kommunen und kommunale Unternehmen brauchen Unterstützung für die hohen Anfangsinvestitionen der Tiefengeothermie, nämlich der Realisierung von Bohrungen und dem Ausbau eines Wärmenetzes für deren Nutzung. Ohne Sicherheiten werden jedoch auch staatliche Programme wie von der KFW nicht von der Hausbank ausgereicht. Deshalb fordern wir die Staatsregierung auf, endlich staatliche Bürgschaften für kommunale Geothermie-Vorhaben zu übernehmen.
- Wir setzen uns für eine Zukunft für bestehende Biogasanlagen ein. Statt diese und ihren Beitrag für lokale Wärmenetze abzusichern, bedrohen die Union und Ministerin Reiche das Fortbestehen dieser flexiblen, dezentralen Energieerzeugung. Wenn Biogasanlagen Wärme in Wärmenetze einspeisen und/oder netzdienlich betrieben werden, das heißt als Backup für Sonne und Wind, wollen wir sie attraktiv vergüten und ihren Umbau gezielt fördern.
Gemeinsam für die Freiheitsenergien! Sie machen unser Leben günstiger und Bayern sicher in Krisenzeiten.
Beschlossen auf der Landesdelegiertenkonferenz 2026 in Landshut.